
Während ich diese Zeilen auf meiner verflucht mit Schnupf verdreckten Tastatur einhacke, ist es Nachmittags um drei, mitten in der Woche und ich habe gerade eine Dose Heineken Bier geöffnet. Würde ich jetzt kein Bier trinken, wäre das geschriebene verlogen und häuchlerisch. Ja, ich schnupfe und saufe, während ich dies hier schreibe. Über den Suff kann man viel sagen, oder wenig sagen und dafür mehr saufen. Zurück bleibt das gesoffene Gut. Ein Zustand. Ein Müllhaufen aus Dosen und Flaschen. Oftmals sogar Kotze und Urin, der an Hosenbeinen klebt, weil man besoffen nicht mehr gerade pissen kann, oder die Pisse vom Pissoir abprallt und man sich selbst mehr anpisst, als dieses gottverdammte keramikgesäumte Loch vor einem. Ist der Alkohol böse? Ist er wirklich der Teufel, für den ihn viele halten?
Ja, denn der Alkohol bringt Männer dazu, ihre Frauen zu schlagen. Nein, denn der Alkohol verbindet Männer beim gemeinsamen trinken. Ja, denn der Alkohol lässt aus einem anständigen Ehrenmann ein wildes, stinkendes und torkelndes Tier werden. Nein, denn der Alkohol lässt einem den Mut aufbringen, für einmal die Wahrheit zu sagen. Ja, weil er süchtig macht und den Süchtigen töten kann, will und wird. Nein, weil man ihn doch bei Geburtstagen, Silvester ja sogar Beerdignungen trinkt. Ja, weil der Alkohol Situationen herbeiführt, an die man sich zwar nicht erinnert, aber die man auch nicht vergessen kann. Nein, weil der Alkohol einem für einen Abend glücklich machen kann und auch dem grössten Loser sagt: "Du bist jemand!"
Ihr seht, geschätzte und treue Leser, der Alkohol ist Teufel und Gott. Ying und Yang. Und was ist der Alkohol für mich? Für mich ist der Alkohol etwas, dass sich im Bier befindet, dass ich gern trinke, wenn ich Musik mache, oder anderweitig kreativ zur Sache gehe. Und ein Bier mit einem Freund ist wahrlich ein Vergnügen.












