5/27/2009

Über den Suff


Während ich diese Zeilen auf meiner verflucht mit Schnupf verdreckten Tastatur einhacke, ist es Nachmittags um drei, mitten in der Woche und ich habe gerade eine Dose Heineken Bier geöffnet. Würde ich jetzt kein Bier trinken, wäre das geschriebene verlogen und häuchlerisch. Ja, ich schnupfe und saufe, während ich dies hier schreibe. Über den Suff kann man viel sagen, oder wenig sagen und dafür mehr saufen. Zurück bleibt das gesoffene Gut. Ein Zustand. Ein Müllhaufen aus Dosen und Flaschen. Oftmals sogar Kotze und Urin, der an Hosenbeinen klebt, weil man besoffen nicht mehr gerade pissen kann, oder die Pisse vom Pissoir abprallt und man sich selbst mehr anpisst, als dieses gottverdammte keramikgesäumte Loch vor einem. Ist der Alkohol böse? Ist er wirklich der Teufel, für den ihn viele halten? 

Ja, denn der Alkohol bringt Männer dazu, ihre Frauen zu schlagen. Nein, denn der Alkohol verbindet Männer beim gemeinsamen trinken. Ja, denn der Alkohol lässt aus einem anständigen Ehrenmann ein wildes, stinkendes und torkelndes Tier werden. Nein, denn der Alkohol lässt einem den Mut aufbringen, für einmal die Wahrheit zu sagen. Ja, weil er süchtig macht und den Süchtigen töten kann, will und wird. Nein, weil man ihn doch bei Geburtstagen, Silvester ja sogar Beerdignungen trinkt. Ja, weil der Alkohol Situationen herbeiführt, an die man sich zwar nicht erinnert, aber die man auch nicht vergessen kann. Nein, weil der Alkohol einem für einen Abend glücklich machen kann und auch dem grössten Loser sagt: "Du bist jemand!"

Ihr seht, geschätzte und treue Leser, der Alkohol ist Teufel und Gott. Ying und Yang. Und was ist der Alkohol für mich? Für mich ist der Alkohol etwas, dass sich im Bier befindet, dass ich gern trinke, wenn ich Musik mache, oder anderweitig kreativ zur Sache gehe. Und ein Bier mit einem Freund ist wahrlich ein Vergnügen.

Im Sumpf des ÖV

Schweizer Bahnhöfe sind gepflegt, gut unterhalten, ordentlich, sauber und sprechen den Bahnreisenden an. Auch am Samstag Morgen, wie dieses Bild hier beweist.

Ja. Die Flüssigkeit in der unteren rechten Bildecke zu beschreiben würde ausreichen, jeden Mann - ganz egal für wie stark er sich hält - zum sofortigen Kotzen zu bringen. Bahnhof Schwerzenbach, was stimmt bei euch nicht? Das Rauchen in diesen Pissboxen mit Bänken ist verboten, aber so etwas wird lässig akzeptiert? Ok, neulich war es nicht ganz so schlimm, da lag nur Kotze drin. Guten Appetit.

Echte Heimatgefühle

Wo ist man zu Hause? Da wo das Herz sich zu Hause fühlt? Da wo es Steak und Bier gibt? Ich denke, man ist da zu Hause, wo man sich im Kreise der Familie oder wahrer Freunde befindet. Das kann auch eine Sitzbank am Bahnhof sein, wo ich gemeinsam mit meinem Bro letzthin am Schnupfen und Saufen war. Und nun zu meinem Rätsel.

Ich stand wie jeden verfickten Arbeitstag am Morgen auf und versuchte mich herzurichten. Dannach ging ich nach draussen auf die Strasse. Wenige Meter später begegnet mir ein junger Mann der in einer Balkansprache mobil telefoniert. Am Bahnhof warte ich auf meinen Zug, während rings um mich Leute in Balkansprachen miteinander sprechen. Im Zug stehe ich. Die plätze sind besetzt. Ich höre einer jungen Frau zu, die lacht und ebenfalls in einer Balkansprache mit ihrer nicht weniger hübschen Kollegin spricht. Ich steige aus dem Zug aus und warte auf den Bus. Niemand der anderen Wartenden spricht, aber wenn sie es tun würden, täten sie es in einer Balkansprache. Der Bus kommt und ich steige ein. Diesmal sitze ich. Der Balkanstammige Busfahrer unterhält sich mit einem Arbeitskollegen während der Fahrt zur Arbeit. Am Ziel angekommen trete ich meine Arbeit an und berate meine Kunden - die ebenfalls balkanische Wurzeln haben.
Und nun zur Millionenfrage: In welchem Land lebe ich? Richtig. In der Schweiz.

Während der eine Leser nun sofort "Rassistensau" schreit und mich zum Scheiterhaufen führen möchte, gibt es wohl auch einige, die ähnliches täglich Erfahren. Und was will ich damit sagen? Ich will damit sagen, dass ein Land nicht aus Erde, Flagge oder Sprache besteht, sondern aus den Menschen, die darin leben und während vielen Jahrhunderten eine lebende Kultur geschaffen haben. 

5/24/2009

Die beste Band der Welt

Moment, werden jetzt einige denken, sagte der Kerl nicht, er selbst wäre der grösste und beste Rocker aller Zeiten? Fuck - ja, das bin ich, aber ich habe keine verdammte Band. Daher ziehe ich nun meinen Hut vor der besten Band der Welt. Tenacious D. Wie bitte? Wer das ist? Ich bin mir sicher, wenn ich den Namen Jack Black erwähne wissen plötzlich alle, wer Tenacious D sind. Tenacious D ist eine Band bestehend aus Thomas Jack Blak jr. und Kyle Gass.  Jetzt fragt sich wohl jedermann, wer Kyle Gass ist. Wirklich tragisch. Meine Facebookgruppe weist mehr Mitglieder und Fans auf, als diejene von Kyle Gass. Fuck, Kyle Gass ist ein Wahnsinnsgitarrist. Er ist der Kerl der sagt; scheiss drauf, wenn du eine Glatze hast und ein Pummelchen bist, denn wenn du musikalisch etwas auf dem Kasten hast, dann kannst du auch eine verfickte Rocklegende sein. Da ich selbst genug Bier gemietet habe, um mit einer göttlichen Wampe gesegnet zu sein (ein fantastischer Resonanzkörper für den Gesang), kann ich dem nur beipflichten. Auch Jables ist ein Pummelchen und wie der Graz auch ein Rock-Daddy. Jack Black und Kyle Gass, Tenacious D, die beste Band der Welt, die sich für ihr erstes Album sieben Jahre Zeit liess. Der grösste Rocker aller Zeiten verneigt sich vor der grössten und besten Band der Welt. Tenacious D.


Der Link führt zum grössten und besten Song der Welt. Und wenn Facebook Junkies unter euch Lesern sind; Tretet der Kyle Gass Gruppe bei. Er hat sich diese Ehre verdient.

Aus dem Leben einer Rocklegende

Mein Tagesablauf in Bildern


Das Wetter hat heute gepasst. Anfangs, im Schein der Sonne, ging ich mit meiner Gitarre ins Freie für etwas Openair Action. Es entstanden nie dagewesene Ideen. Später am Abend gab es des Rockers Festmal - ein Monstersteak. Ich denke, das letzte Bild, spricht für sich. Aber ehrlich, Rocken ist harte Arbeit.















5/20/2009

Die Kunst

Darüber könnte man einen Roman schreiben, was ich nicht tue, weil es bestimmt schon ein anderer getan hat. Für mich ist die Kunst ein Ausdruckmittel der Gefühle. Da ich Rocker, nein, der grösste Rocker aller Zeiten bin, ist dieses Gefühl meistens Wut. Wut über eine ignorante Gesellschaft? Wut über selbstgefällige Herren Banker und Politiker? Wut vielleicht, über sich selbst, weil man hier und dort ein Versäumnis hätte verhindern können? Oder die Rarität; echte Wut. 
Als Rocker habe ich unter dem Klischee zu leiden, dass meine Songtexte zu  mindestens 50% aus Grunzen und Schreien bestehen, während 49% des Textes durch das Wort Fuck ausgedrückt werden. Aber ist das nicht wahre Poesie? Wahre Kunst? Ein anderes gutes Beispiel für verboten Künste sind Graffiti. Ihr Urheber ist meist ein kleiner Revoluzzer. Manchmal aber auch ein grosser Anführer und nicht selten, ein unverwüstlicher Krieger. Die schönsten Graffitis, so finde ich, kann man sich in Dübendorf ansehen. Cheers. Auf die Kunst.

5/19/2009

Dübendorfer Schädel

















Hi. Ich möchte an dieser Stelle über ein rätselhaftes Phänomen berichten, welches sich im Sommer vergangenen Jahres (2008) im Wald zwischen Dietlikon und Dübendorf ereignet hat. Es handelt sich um ein dokumentiertes Phänomen, welches anhand der fotographischen Beweise nicht widerlegt werden kann.
















Kommt man von Dietlikon her, kann man in etwa so in den Wald hinein blicken, wenn man über der Autobahnüberführung steht. Etwa 100m weiter befindet sich das Erschreckende.
















Was auf den ersten Blick aussieht, wie ein 
ganz normaler Fleck, erscheint bei genauerem 
Betrachten als Totenkopf.
















Hier ist der Totenschädel perfekt zu erkennen. Wohl bemerkt wurde dies nicht absichtlich auf dem Trottoir gefertigt. Hier die erstaunliche Geschichte hinter dem Phänomen.


Vor langer Zeit ging ich, der Graz, mit meiner Gitarre durch diesen Wald. Geht etwas schneller als der Bus, dachte ich mir. Mit meiner Gitarre und dem Bier ging ich also mitten in der Nacht in diesen bekackten Wald hinein. Und dann geschah dass, was alle vermutet haben und was am naheliegendsten ist. Der Boden ging auf und der Teufel selbst erschien. Stinksauer und fünf Meter gross stand der Satan vor mir und forderte mich zu einem Rock Battle. Ich zog meine Gitarre und schredderte, was das Zeug hielt. Der Teufel, mit tausend Fingern spielend, bot mir die Stirn und zwang mich zu extremen Massnahmen. Da der Kerl fünf Meter gross ist, setzte ich zu einem gezielten Kopfstoss in seinen Sack an. Voller Wut und Schmerz sackte der Teufel zusammen und ich konnte entkommen.

Wers nicht Glaubt, kann die Stelle, wo er zur Hölle zurückkehrte noch heute anhand des Totenkopfes erkennen.



5/17/2009

Fuckin Games


Ihr kennt das; Man(n) setzt sich vor seine Gamekonsole und denkt sich noch; "n bissl gamen zum entspannen könnt jetzt nicht schaden." Das dachte ich mir ebenfalls und legte eine heisse Scheibe in meine XBOX 360 ein. Jeder, der gern Spielchen spielt weiss, dass einem die Grafik begeistern kann. Fuck, sie tat es auch bei mir und so spielte ich weiter und weiter und zwar solange, bis ich zu einem sogenannten Bossgegner kam. Der Bossgegner ist meistens am Ende eines Levels zu finden und höllisch stark.  Natürlich hat mich die olle Sau platt gemacht. Ich versuchte es erneut. Fuckin hell, wieder macht mich die miese Ratte fertig. An der Stelle sollte erwähnt werden, dass der Graz eine verdammt ehrgeizige Zucht ist. Also spielte ich trotz Versagens weiter und weiter. Irgendwann habe ich dann angefangen, den Controller zu beissen. Wie ein wütender Hund habe ich darauf rumgekaut. Ich will verdammt sein, wenn das nicht gut tat. Gegen Ende meiner Geduld, als sich die Nervenenden schon von meinen Synapsen lösten, riss ich den linken Bumper heraus und zerschmetterte den Controller an der Wand.  
Ich weiss, was jetzt der eine oder andere verklemmte Spiesser denkt, aber nein, ich habe keinen Egoshooter gespielt. Es war ein fuckin Jump n Run, freigegeben ab 6 Jahren. Also, ihr lieben Politikkanonen da draussen, wenn ihr Amokläufer sucht, dann solltet ihr diese im Kindergarten suchen. Bei einem Egoshooter ist mir auf jedenfall noch nie die Hand ausgerutscht. Weidmanns Heil.

Da Graz, Da Legend, Da Man

Wie man hier sehen kann, versöhne ich mich sehr engagiert und gern.


Wer ich bin und wofür ich stehe


Hi, ich bin Steven Necronomicon. Gelegentlich sehe ich in den Augen der Menschen die mich bei meinem Treiben beobachten ein völliges Unverständnis für mich und meine Lebensweise. Hat die Welt die Ära der wilden, männlichen und ungehemmten Rocklegenden vergessen? Fast könnte man das meinen, wären da nicht diejenigen, die genau (oder zumindest annähernd) so verrückt sind, wie ich es bin. Es beginnt schon mit meinem Kosenamen. Da Graz. Nennt mich eine arrogante Sau (und ja, ich kann manchmal eine arrogante Sau sein), denn Da Graz bedeutet nichts anderes als: G.R.A.Z. = Grösster Rocker aller Zeiten.
Der Vernunft wegen könntest Du, mein lieber Leser jetzt dieses Fenster schliessen und denken; "Der hat sie ja nicht alle. Nur weil er aussieht wie der Sohn des Undertakers und ein paar takte auf einer Gitarre spielen kann, ist er niemals - wirklich niemals - der grösste Rocker aller Zeiten.", aber das wirst du nicht tun. In der nächsten Zeit werden die Zeilen die Du noch liest dazu beitragen, dass auch du mich Da Graz nennen wirst und du wirst es wohl mit dem selben Humor tun, wie ich es tue. Andernfalls bleibt uns ja noch das kühle Bier, was schon manchen versöhnlich gestimmt hat.
Ich stehe für den Rock, die Revolution, das Unkonventionelle, das Extreme und die Männlichkeit in einer metrosexuellen, verweichlichten Zeit als einer der vor hat, es den Bossen so richtig zu Zeigen. Ich bin ein genau so liebevoller Vater, wie ich ein politischer Extremist und Revoluzzer bin. Ich bin ein genau so leidenschaftlicher Musiker, wie ich ein hemmungsloser Säufer bin. Ich bin Gegensätze. 
Und ich bin glücklich, weil ich sehr viele fantastische Menschen meine Freunde nennen darf.